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Das Spiel mit dem Essen im historischen Umfeld von Schloss Hof

Jeder kennt den Publikumsmagneten Schloss Schönbrunn in Wien. Tag für Tag wird dieses Prunkstück österreichischer Geschichte von Tausenden Gästen aus aller Welt besucht.

Vielleicht nicht so bekannt ist Schloss Hof und Schloss Niederweiden mitten im Marchfeld nahe der slowakischen Grenze.

Gerade deshalb machte es uns, die wir aus dem Land Tirol anreisen, ganz besonders neugierig, diese beiden Baujuwele samt neuem Ausstellungskonzept zu entdecken!

Um unsere Reise zum Schloss Hof nicht völlig ahnungslos anzutreten, informierten wir uns vorab über die wichtigsten Daten: Das Schloss wurde 1725 von Prinz Eugen von Savoyen als eine Art Freizeitsitz gekauft, ausgebaut und erweitert. Hier wurde gefeiert und entspannt. Später – im Jahr 1755 – erwarb Kaiserin Maria Theresia den Landsitz, um sich im Alter hierher zurückzuziehen und um sich von der schwierigen Regierungsarbeit zu erholen. 

Wir waren als Kulinarium-Team eingeladen, um über die aktuelle, überaus interessante und lehrreiche Sonderausstellung Das Spiel mit dem Essen, welche seit 15. März bis 17. November 2019 in den beiden Schlössern Hof und Niederweiden stattfindet, zu berichten. Um uns einen guten Überblick über die Ausstellung und das Areal machen zu können, kamen wir in den Genuss einer fantastischen Führung, die keine Fragen offen ließ samt Rundgang durch die beindruckenden Gartenanlagen.

Die SonderausstellungDas Spiel mit dem Essen“ ist in zwei Teilen auf beide Schlösser aufgeteilt und zeigt auf beeindruckende Weise die Reise des Essens vom Produzenten bis auf unsere Tische. Hier werden die Entwicklungen der Verpackungstechniken und Lieferwege von historischen Handelswegen bis heute dargestellt. Auch die Rolle des Handels und der Konsumenten – sowohl heute wie damals – wird sehr kritisch betrachtet und verständlich dargestellt. Zusätzlich kann man sich als Besucher ein gutes Bild über die Essgewohnheiten und Tischsitten ferner Länder machen.

Auf Schloss Niederweiden wird die historische Entwicklung von der kleinen Greißlerei bis zum modernen Supermarkt vorgestellt. Dazu wurden realistische Installationen und ein originaler Greißler-Laden mit geschichtlicher Entwicklung aufgebaut. 

Wir sind der Meinung, dass jede österreichische Schule diese Ausstellung besuchen sollte, um das Verantwortungsbewusstsein für unseren Konsum und unsere Lebensmittel bei jungen Menschen zu fördern und vieles verstehen zu lernen. 

Alles zur Sonderausstellung HIER.

Ein Paradies auf Erden: die einzigartige Gartenanlage

Nach den vielen, intensiven Informationen rund um unsere Konsumgewohnheiten starteten wir mit unserem Rundgang durch die riesigen und beindruckenden Gartenanlagen. Diese umfasst 15 Hektar und ist auf sieben Ebenen aufgebaut. Die Besucher erwartet ein wahres Paradies mit einem Labyrinth, einem Irrgarten mit Aussichtsplattform und eine Pflanzenauswahl, die mit historischer Korrektheit nur so glänzt. 

Insgesamt wurden für die originalgetreue Rekonstruktion fast 400 Alleebäume und 300 Obstgehölze1000 Stück heimische Wildsträucher sowie drei Kilometer Hecken aus Feldahorn gepflanzt.

Das liebenswert animalische Reich: Der fürstliche Gutshof

Von den Gartenanlagen führt der Weg direkt in die weiten Anlagen des Gutshofs, wo die Tiere des Hofes ein fürstliches Leben führen.

Auf dem Weg begegneten uns immer wieder kleine, freche Tiere, die über die Wiesen flitzten oder ihre Köpfe aus dem Boden reckten um gleich wieder zu verschwinden. Es handelt sich um Ziesel, die sich diese beindruckende Gegend als sicheren und guten Lebensraum ausgewählt haben. 

Die Herkunft der Tiere erstreckt sich über verschiedene Kontinente, der Schwerpunkt liegt aber bei Vertretern altösterreichischer und selten gewordener Haustierrassen. So relaxen hier Barockesel, Lamas und Alpakas in der Sonne und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Friedlich tummeln sich in den Gehegen verschiedene Pferderassen, neben Schafen, Ziegen, Kamelen und gefiederten Tieren. Der schneeweiße Hochzeitspfau zeigte uns leider nicht seine ausgebreitete Pracht – auch ihm war es an diesem Junitag wohl einfach zu heiß.

Alles in allem verbrachten wir einen herrlichen Tag und konnten unser Wissen wieder erweitern. Wir empfehlen allen Interessierten,unbedingt einen Tagesausflug zu den Schlössern Hof und Niederweiden im Marchfeld ins Auge zu fassen und in die Welt des ‚Spiel des Essens‘ einzutauchen!

Ein Tipp am Rande: Die Gärten und das barocke Schloss eignen sich hervorragend für Hochzeiten, Firmenevents oder einfach als stimmige Fotokulisse.

Schloss Hof

Schloss Hof 1 | 2294 Schloßhof

Tel: +43-2285-20 000
Email: office@schlosshof.at
Web: www.schlosshof.at 

 

Fotos: Nadja & Christian Knapp

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