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Die Wachau: Essen und Trinken als Kulturerbe

Die Wachau ist eine Region, bei deren Beschreibung einem leicht die Superlative ausgehen können. Sie ist einer der schönsten, spektakulärsten Landstriche des an pittoresken Gegenden nicht eben armen Österreichs. Sie vereint historisches Erbe, kulturelle Schätze und Gastlichkeit mit einer von Menschen geformten und von der großen Donau bestimmten Landschaftsarchitektur, die ihresgleichen sucht, im Inland und Ausland. Und ganz und gar nicht zuletzt ist sie eine der großartigsten und für ihre Qualität zu recht gerühmten Weinregionen der Welt. Dass der Wein in seinem Gespann kulinarische Genüsse und Gastfreundschaft mitführt, ist hier eine gelebte Selbstverständlichkeit.

Der Wein und die Terrassen

Die Wachau ist als Weinbaugebiet recht klein, es umfasst nur rund 1300 Hektar mit Weinreben bestockter Fläche. Den Weinbergen, und angesichts der zur Donau hin steil abfallenden und geradezu unwirklich scheinenden Terrassen muss man tatsächlich von Bergen sprechen, werden seit Menschengedenken mit großer Mühe, hohen Kosten und wenig Hilfsmitteln mit die besten Weine abgerungen, die das Land seinen Genießern bieten kann. Die steilen Hänge mit ihren kargen Böden können nur durch menschliche Hilfe Wein entstehen lassen. Wenn man die Wachauer fragt, so sind es eben die aufwändig konstruierten Trockensteinmauern, die man von weitem in den berühmten Rieden und ihren Terrassen von Loiben bis Spitz sehen kann, die das Wesen der Wachau ausmachen. Sie symbolisieren die harte Arbeit der Weinbauern, sie prägen das Landschaftsbild und sie sind auch Sinnbild der Sturheit. Allem Unbill zum Trotz werden hier eben Reben angebaut, allen Gegnern, die hier zum Beispiel in den 50-er Jahren ein Wasserkraftwerk errichten wollten, die Stirn geboten.

Kulinarium Austria: Die Wachau

Der Codex und die Klassiker in der Wachau

Die Weinwelt hat ihre geschützten Herkunftsgebiete, ihre AOCs, DOCs, DACs – die Wachau hat ihre Vinea. Der Codex dieser Vereinigung, der fast alle Wachauer Weinbaubetriebe angehören, schuf nicht nur die weltweit als wahrhaftige Marken bekannt gewordenen Weinkategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd, er bestärkt seine Winzer auch in der Einhaltung strenger Kriterien, die Unverfälschtheit und Naturbelassenheit (keine Anreicherung, Konzentrierung und dergleichen) zum Credo erheben. Die Weine entstehen eben so, wie es die Natur den Weinbauern Jahr für Jahr ermöglicht. Dass die Weine die unterschiedlichsten Geschmacksnuancen bieten, dafür sorgen einerseits die hier gehegten und gepflegten Rebsorten – allen voran die Lokalmatadoren Grüner Veltliner und Riesling, andrerseits die mannigfaltigen Lagen dieses atemberaubenden Tals. Ob Kellerberg, Steinertal, Singerriedel, Klaus oder Kollmütz: nicht die bessere oder beste Lage, der bessere oder beste Wein sollte die Devise lauten, sondern schmeckbar anders zu sein, einzigartig und typisch eben. Für weitere Feinheiten und Unterschiede sorgen natürlich auch die vielen Winzer mit ihrer jeweils eigenen Philosophie und Handschrift, denn der Mensch ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil des berühmten „Terroirs“!

Kulinarium Austria: Die Wachau

Uferlose Genüsse an der Wachau

Im Idealfall ergeben Weine und Speisen eine wunderbare Einheit, die den Gast auf eine genussvolle Reise mitnimmt. Tatsächlich gehört die Wachau zu jenen Regionen, die Kulinarik auf höchstem Niveau und in beneidenswerter Dichte anbieten, und dies auf allen Niveaus und für jeden Geldbeutel. Natürlich gibt es in jeder der kleinen, malerisch schönen Ortschaften hervorragende Heurige, die wunderbare Küche bieten – und dies nicht nur entlang des berühmteren linken, sondern auch des rechten Donauufers wie etwa Pulker’s Heuriger in Rührsdorf. Sozusagen im Mittelsegment findet der Feinschmecker großartige traditionelle Gasthäuser, man denke nur ans Landgasthaus Essl in Rossatz, das heuer zum Top-Wirt der Wirtshauskultur prämiert wurde. Daneben gibt es noch die vielen schönen Hotels mit teils aufregenden Küchen, und „last“, aber ganz gewiss nicht „least“ müssen die Fahnenträger der Spitzengastronomie erwähnt werden, seien es Newcomer wie die Hofmeisterei Hirtzberger in Wösendorf oder das seit vielen Jahren auf dem Teller und im Glas fantastische Qualitäten bietende Landhaus Bacher in Mautern. Eine sehr kleine Auswahl nur, mitnichten vollständig.  Als Tor zur Wachau hilft überdies die Weinstadt Krems kräftig mit und bietet natürlich als eigener Hotspot weitere tolle kulinarische Adressen!

Ein jährliches Festival

Wie ernst und leidenschaftlich es die Wachauer mit ihrem Top-Angebot an gastronomischen Höhepunkten meinen, das beweisen sie beim mittlerweile weit über die Grenzen bekannten „wachau GOURMETfestival“. Dieses versammelt in jedem Frühjahr heimische und internationale Spitzenköche, die bei einer Reihe von Events rund ums Thema Essen und Trinken in zahlreichen Locations entlang der Region ihr Können präsentieren. Hierbei achten die Gastgeber-Betriebe auch darauf, dass nicht nur dem sterneverwöhnten Feinschmecker, sondern auch Einsteigern unvergessliche Erfahrungen geboten werden. Vertikalen legendärer Weine, Gala-Dinners, Käse- und Schaumwein-Highlights oder einfach ausgelassene Partys – das Programm ist so reichhaltig wie die gesamte Wachau! Nur schwer wird sich für Liebhaber von guten Speisen und Getränken ein Grund finden lassen, dieses Festival nicht zu besuchen. Was uneingeschränkt für einen Besuch in der gesamten Region der wunderschönen Wachau gelten darf – egal ob auf der Suche nach spannenden Weinentdeckungen oder kulinarischen Genussmomenten!

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Verfasst von

Blogger-in-Chief Kulinarium Austria

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